Hunderassen im Frohlinder Portrait: Weimaraner

Hunderassen im Frohlinder Portrait: Weimaraner

Weimaraner

Der Zuchtordnung entsprechend ist der Weimaraner ein vielseitiger, leichtführiger, wesensfester und passionierter Jagdgebrauchshund. Stark ausgeprägt ist bei diesen Tieren der Wach- und Schutztrieb. Weimaraner gelten als vielseitig verwendbar: Sie eignen sich als Jagdhund, wenn eine ausdauernde, aber nicht allzu temperamentvolle Suche gewünscht ist. Jäger schätzen beim Weimaraner vor allem dessen hervorragende Nase und seine Raub- und Wildzeugschärfe. Die Weimaraner Hunderasse eignet sich besonders als Schweißhund, aber auch als Therapiehund oder Begleithund. Die Lebenserwartung dieser Hunde liegt bei ca. 12 Jahren.

Wesen – der Weimaraner ist vielseitig, selbstbewusst und konzentriert

Der Weimaraner gilt als mutig, selbstbewusst und gewillt, auch mal Dinge in die Hände zu nehmen. Aus diesem Grund benötigt der Hund einen sehr erfahrenen Besitzer. Dieser sollte möglichst dem Hund jeden Tag zeigen, dass er über ein hohes Durchsetzungsvermögen verfügt.

Ist der Weimaraner ein Familienhund?

Der Weimaraner ist als Familienhund nur bedingt geeignet ist, weil er als ernsthaft gilt und sich sehr auf seine Aufgaben konzentriert. Da das Familienleben allerdings spontan sein kann, ist er kein geeigneter Alltagsbegleiter bzw. Spielgefährte für Kinder. Der Weimaraner gilt als Ein-Mann-Hund, toleriert aber durchaus den Rest der Familie.

 

Weimaraner im Körbchen
Bildquelle: selina/pixelio.de

 

Der Weimaraner braucht Beschäftigung

Sollte der Hund nicht in einem Jägerhaushalt gehalten werden, sollte man ihm Ersatzbeschäftigungen bieten wie Fährtenarbeit, Mantrailing oder eine ernsthafte Dummy-Arbeit. Reines Bällchenwerfen ist für den Hund keine Herausforderung. Es ist sehr wichtig, dass der Hundehalter vom Tier als Rudelführer anerkannt wird. Je ausgeglichener und je ruhiger der Hundehalter ist, je mehr nimmt auch der Hund diese Wesenszüge an.

Beschreibung – ein großer Hund mit verträumten Augen

Der Weimaraner hat eine Widerristhöhe von 70 cm oder kann auch größer sein. Damit wiegt dieser überaus große Hund ca. 40 Kilo. Charakteristisch für diese Rasse sind das Silbergrau, Rehgrau oder Mausgrau des seidigen Fells sowie die (von hell bis dunkel variierenden) bernsteinfarbenen Augen des Weimaraners. Im Welpenalter sind die Augen himmelblau und sehen sehr verträumt aus. Die Hunderasse verfügt über breite und recht lange Ohren, die etwa bis zum Mundwinkel reichen. Die Ohren sind dabei hoch und schmal angesetzt und unten spitz abgerundet.

Weimaraner mit charakteristischen Augen

Weimaraner bestechen durch edle Schönheit, silbrig glänzendes Fell und außergewöhnliche Augen.

Bildquelle: istockphoto.com

Weimaraner mit weichem Fell in unterschiedlichen Längen

Der Weimaraner wird in Schlägen gezüchtet, die unterschiedliche Fellstrukturen aufweisen. Der Kurzhaar-Schlag verfügt über mittelkurzes, kräftiges und sehr dichtes, glattes und anliegendes Deckhaar mit nur geringer Unterwolle. Der Langhaar-Schlag verfügt dagegen über weiches, langes Deckhaar mit bzw. ohne Unterwolle. Das Merkmal der Langhaarigkeit wird rezessiv vererbt. Das heißt, es gibt kurzhaarige Weimaraner, die die Langhaarigkeit vererben können – das passiert allerdings nur, wenn beide Elterntiere das rezessive Langhaar-Gen in sich tragen.

Besonderheiten – Bedürfnisse, Bewegungsdrang, pflegeleichtes Fell

Der Weimaraner benötigt eine feste Bezugsperson. Dieser muss dem unermüdlichen Bewegungsdrang des Tieres genügend Zeit für entsprechende Aktivitäten entgegenbringen. Ideal ist es beispielsweise, wenn Herrchen oder Frauchen regelmäßig joggen gehen, Rad fahren oder reiten. Während der Zeitaufwand für die Beschäftigung des Hundes sehr hoch ist, ist sein Fell von der Pflege her fast schon anspruchslos: Ein regelmäßiges Bürsten und eine Pfoten-, Augen- und Ohrenkontrolle sind aber notwendig.

Entstehung und Geschichte – eine alte deutsche Rasse

Der Weimaraner ist eine vielseitige deutsche Hunderasse, über deren Entstehung es eine Reihe von Theorien gibt. Gehalten wurde der Weimarer Anfang des 19. Jahrhundert am Hof von Großherzog Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach. Die planmäßige Zucht setzte schließlich um 1890 ein.

 

Weimaraner mit gesund glänzendem, silbrigen Fell
Bildquelle: Jan Tornack/pixelio.de