Rhodesian Ridgeback – Löwenhund mit großem Herz

Hunderassen im Frohlinder Portrait: Rhodesian Ridgeback

Rhodesian Ridgeback – Löwenhund mit großem Herz

Der Rhodesian Ridgeback ist eine durch die FCI anerkannte Hunderasse, die ursprünglich aus Simbabwe und Südafrika stammt. Sie ist damit die einzige anerkannte Hunderasse aus dem Süden des afrikanischen Kontinents. In vielen Teilen der Welt wird diese Hunderasse für die Jagd von Wild eingesetzt, aber auch als Wachhund und Familienhund gehalten.

Der Rhodesian Ridgeback hat seinen umgekehrten Aalstrich (den „Ridge“, der dadurch entsteht, dass das Fell seine Wuchsrichtung ändert) auf dem Rücken aus der Rasse Khoi-Khoi. Diese Urform der Hunderasse spürte Wild auf weite Entfernungen auf und warnte vor Gefahren – der Khoi-Khoi konnte so ganze Siedlungen vor Plünderern schützen. Khoi-Khoi wurden später mit anderen Rassen gekreuzt und von den Kolonialherren für die Jagd auf Löwen eingesetzt. Der Brite Francis Richard Barnes züchtete im damaligen Rhodesien auf dem Dalmatiner-Standard die ersten Hunde dieser Rasse. 1926 wurde der Rhodesian Ridgeback durch die Kennel Union anerkannt. Zum Einsatz kommen Rhodesian Ridgebacks als Rettungshunde, als Jagdhunde (gilt nicht für Deutschland) und für die Fährten- und die Schweißarbeit – und zwar als Mantrailer. Geeignet sind diese Hunde für Hundesportarten wie Agility, Lure-Coursing und Obedience.

 

Rhodesian Ridgeback in der Stadt
Bildquelle: Tina Skulima

Wesen – wachsam, würdevoll und intelligent

Im FCI-Standard wird der Rhodesian Ridgebacks als würdevoll, intelligent und Fremden gegenüber zurückhaltend beschrieben, doch ohne Anzeichen von Aggressivität oder Scheu. Entgegen dieser Wesensbeschreibung stand die Hunderasse von 1992 bis 2002 in Bayern auf der Rasseliste, weil bei der Rasse Eigenschaften als Kampfhund vermutet wurden. Vermutlich hatte dies offenbar etwas mit der Herkunft, der Verwendung und dem Aussehen der Tiere zu tun. Dabei wird die mittlere Reizschwelle dem Rhodesian Ridgeback zugeordnet. Die Tiere neigen aber im Allgemeinen nicht zur Überreaktion. Auch wenn die Hunderasse als sehr wachsam gilt, bellen sie nur sehr wenig und nicht grundlos.

 

Rhodesian Ridgeback
Bildquelle: Groko11 / pixelio.de

Beschreibung – warme Farbe und typischer Aalstrich

Der Rhodesian Rigdeback verfügt über eine Widerristhöhe von 63-69 cm und wiegt durchschnittlich 36 Kilo. Die Hündinnen sind etwas leichter, sie wiegen für gewöhnlich nur ca. 32 Kilo.
Das Äußere des Rhodesian Ridgeback ist sehr muskulös, er verfügt über eine tiefe Brust, mäßig gewölbte Rippen und leicht gewölbte Lenden. Sein Fell ist kurz, glatt und dicht – es reicht farblich von einer hellen bis zu einer roten Weizenfarbe. Der Rassestandard erkennt auch eine schwarze Schnauze und dunkle Ohren an. Einige Tiere haben eine weiße Beharrung an den Zehen und der Brust. Charakteristisch für den Rhodesian Rigdeback dicht am Kopf anliegende, hoch angesetzte, mittelgroße Ohren.

 

Rhodesian Ridgeback auf Heuballen
Bildquelle: Doberridefrau / pixelio.de

Besonderheiten – entspannt genug für Familie und Büro

Der Rhodesian Ridgeback ist bei ausreichender Auslastung ein toller Familienhund. Junghunde müssen lernen, nicht zu wild zu spielen und ihre Kräfte richtig einzuschätzen. Wenn er richtig erzogen ist, kann man einen Rhodesian Ridgeback problemlos mit in Büro und Restaurant nehmen.

Für die Zwingerhaltung ist diese Rasse ungeeignet, da diesen Tiern eine wärmende Unterwolle fehlt. Ansonsten gilt der Rhodesian Rigdeback als gesundheitlich robuste Rasse.

Bei dier Züchtung kam es beim Rhodesian Rigdeback zu einer Spina bifida (einem offenen Rücken), was auch den Haarwuchs am Ridge in entgegengesetzter Richtung erklärt. Das macht den Rhodesian Rigdeback anfällig gegen Hautinfektionen entlang des Sinus bis ins Rückenmark.