Hunderassen im Frohlinder Portrait: Mops

Hunderassen im Frohlinder Portrait: Mops

Mops – vom Schoßhund zum Kultobjekt

„Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“

In Stuttgart hat man dem Komiker und Mopsfan Loriot, von dem dieses Zitat stammt, ein Denkmal gesetzt: Auf einer Säule thront ein bronzener Mops. Man merkt: Der Mops ist ein Ausnahmehund.

 

Fröhlicher Mops
Bildquelle: www.Rudis-Fotoseite.de / pixelio.de

 

Der Mops wird von vielen Menschen belächelt, weil er klein ist und irgendwie „zusammengeschoben“ aussieht. Dennoch gehören Möpse zu den beliebtesten Hunderassen weltweit: In China wurde dieser außergewöhnliche Hund einst als reiner Schoßhund gehalten. Die ersten Nachweise für eine eigenständige Rasse finden sich entsprechend auch in China – und zwar schon vor ca. 2000 Jahren: Einen Mops zu halten, galt in China zur damaligen Zeit als Privileg und war dem chinesischen Kaiser vorbehalten. Die europäischen Adelshäuser entdeckten ihn im Spätmittelalter und in der Renaissance  als Hunderasse. So avancierte er zum Salonhund für reiche Damen. Mit der Industrialisierung stellte sich allerdings eine Wende ein: Niemand wollte die Hunderasse mehr haben, sodass sie in Vergessenheit geriet und fast ausstarb. Erst um 1900 wurde der Mops in Großbritannien wieder so populär, dass man die Zucht wieder aufnahm.

Wesen – ein schlaues Bürschchen

Der Mops ist ein Hund mit viel Charme, Intelligenz und Würde. Außerdem gelten diese Hunde als ausgeglichen, fröhlich und lebhaft. Vor allem Welpen wollen immer beschäftigt werden. Der Mops gilt zudem als sehr mutig, unterschätzt dabei aber nicht selten drohende Gefahren. Da die Hunderasse als nicht aggressiv gilt, kann er sehr gut in einem Haushalt gehalten werden, in dem es noch weitere Hunde anderer Rassen gibt. Möpse an sich sind zudem sehr geduldig und ein idealer Familienhund (auch in einem Haushalt mit Babys). Feste Bezugspersonen sind für Möpse sehr wichtig, denn sie gelten als sehr anhänglich und verschmust.

Beschreibung – ein echter Charakterhund

Der Mops hat nach dem internationalen Rassestandard ein helles, falbfarbenes Fell mit dunklen Abzeichen und einer dunkler Maske. Es gibt Variationen in Schwarz, Silber und Apricot. Ein ausgewachsener Hund wiegt zwischen 6 und 8 Kilo und erreicht ein Durchschnittsalter von 13 bis 15 Jahren.

Herkunft – verwandt mit der Dogge

Diese Hunderasse zählt zu den Molossern, was den Mops zu einem Verwandten der Dogge macht. Gehalten wird er heute ausschließlich als Gesellschafts- und Begleithund.

Besonderheiten – wichtig ist eine ausgewogene Ernährung

Möpse neigen zu Übergewicht – eine ausgewogene Ernährung ist deshalb sehr wichtig. Kleiner Tipp für Mopsfreunde: Hier gibt es natürlich vollwertiges Frischfutter ohne Zusätze. 😉 Zudem ist die gleichmäßige Verteilung der Mahlzeiten sehr wichtig, da diese Rasse nur einen recht kleinen Magen hat. Nach der Mahlzeit sollte sich der Hund nicht viel bewegen, damit die Verdauung in Ruhe arbeiten kann.

 

Mops mit Stöckchen
Bildquelle: Thorsten Freyer / pixelio.de

 

Möpse neigen außerdem zu verschiedenen Krankheiten. Recht häufig treten wegen der kurzen Schnauze Atemprobleme auf, da so der Luftkanal eingeengt sein kann. Die Augen sind nicht selten von Entzündungen betroffen, ebenso wie das zentrale Nervensystem.

 

Lachender Mops
Bildquelle: Alexa Toxinowicz / pixelio.de

 

Wegen des kurzen Fells ist es ratsam, den Mini-Molosser im Winter in ein Hundejäckchen zu kleiden. Die Pfoten sollten gründlich mit Pfotenwachs eingerieben werden, wenn man den Mops im Winter auf gestreuten Wegen und Straßen ausführt.
Im Sommer dagegen ist der Mops hitzeempfindlich. Dies rührt daher, dass er nur einen kurzen Fang hat – anders als andere Hunderassen kann der Mops die Körpertemperatur bei Hitze nur schwerlich durch Hecheln ausgleichen. Zu große Hitze sollte daher gemieden werden. Zum Pflegebedarf gehört bei Möpsen auch die regelmäßige Fellpflege: Da diese Rasse oft stark haart, muss täglich gebürstet werden.