Hunderassen im Frohlinder Portrait: Labrador

Hunderassen im Frohlinder Portrait: Labrador

Labrador – kräftig, gutmütig und robust

Als Vorfahren des Labrador gelten Neufundländer und Landseer, der von der kanadischen Ostküste stammt. Benannt wurde diese Hunderasse nach der Labrador-Halbinsel, wobei über die eigentliche Herkunft dieser Hunderasse eigentlich Unklarheit besteht. Es gibt mehrere Theorien: Einmal wird beschrieben, dass der Labrador ab 1814 in England gezüchtet wurde und vom Neufundländer abstammt, wobei die Bezeichnung „Labrador Retriever“ erst ab 1870 genutzt wurde.

Gezüchtet wurde diese Hunderasse für die Jagd bzw. um abgetriebene Fische oder Fischernetze aus dem Meer zu bergen – der Labrador gilt als entsprechend wasserliebend. Außerdem ist der Labrador („Labrador Retriever“ heißt schließlich „Labrador Apportierhund“) sehr gut als Apportierhund einsetzbar. Er besitzt eine überdurchschnittlich hohe Lebenserwartung und eignet sich dank seines Charakters gut zum Familienhund, Jagdhund, Blindenhund, Therapiehund, Drogenspürhund und Rettungshund.

 

Blonder Labrador mit Blume
Bildquelle: Stephan Franz-Xaver Dietl / pixelio.de

Labradore schwimmen gut und gern.
Bildquelle: andileno0208 / pixelio.de

 

Wesen – freundlich, aufgeschlossen und geduldig

Der Labrador Retriever gilt als gutmütiger und freundlicher Hund. Ihm sind Aggressivität oder Scheu gegenüber Menschen fremd. Der Hund verhält sich gegenüber seiner Umwelt gegenüber aufgeschlossen und neugierig. Außerdem sind diese Hunde geduldig und ausgeglichen. Der Labrador kann nicht gut fest zubeißen, er hat also ein „weiches Maul“, weil es seine ursprüngliche Bestimmung war, dem Hundeführer die Beute unbeschädigt zu übergeben. Der gutmütige Retriever benötigt von seinem Herrchen der Frauchen ausreichend geistige und körperliche Beschäftigung – er ist fleißig und stets bemüht, seinem Halter zu gefallen.

Zwei Labradore, zwei Farben
Bildquelle: Oliver Haja / pixelio.de

Labrador, blond und schwarz
Bildquelle: Oliver Haja / pixelio.de

 

Herkunft – ein früher fast ausgestorbener Brite

Die züchterische Weiterentwicklung der Labrador Retriever wurde in Großbritannien durch den 2. Earl Malmesbury vorangetrieben. Nach 1870 wäre diese Rasse beinahe ausgestorben, ihre Nachzüchtung geht schließlich auf „Avon“ zurück, der 1885 geboren wurde. Das erste gelbe Tier wurde 1899 in der Zucht von Major Charles Radclyffe geboren. Als rassetypische Farbe wurde das Blond allerdings erst später akzeptiert, da die Farbe nur rezessiv vererbt wird. Anerkannt wurde die Hunderasse im englischen Kennel Club im Jahr 1903. Der freundliche, vielseitige Hund gilt heute in den USA, in Großbritannien und in Deutschland als eine der beliebtesten Rassen.

Beschreibung – kurzes Fell, mittlere Höhe, großes Herz

Die gültigen Rassestandards für Labradore besagen, dass der Rüde eine Widerristhöhe von 56-57 cm groß erreicht, bei Hündinnen sind es 54-56 cm. Bei den Fellfarben gibt es nach dem Rassestandard einfarbige Hunde in schwarz, gelb oder leber- bzw. schokoladenbraun, wobei das Gelb von Hellcreme bis Fuchsrot reicht und die Fellfarben Gelb und Braun bei der Fellvererbung gegenüber Schwarz rezessiv vererbt werden.

„Showlinie“ und „Arbeitslinie“

Vom Körperbau her ist der Labrador Retriever ein kräftig gebauter, gut bemuskelter Hund mit einem breiten Schädel. Diese Hunderasse verfügt über einen tiefen Brustkorb und eine kurze Lendenpartie. Rassetypisch ist die sich zur Spitze hin verjüngende und in Höhe der Rückenlinie angesetzte Otterrute. Der freundliche Retriever hat ein kurzes Fell mit wasserdichter Unterwolle. Die beiden Rassetypen, die „Showlinie“ und die „Arbeitslinie“ verfügen über dieselben Eigenschaften, die Hunde der „Showlinie“ charakterisiert jedoch ein etwas kompakteres Aussehen.

Besonderheiten – der Labrador tobt gern und haart kaum

Der Labrador benötigt sehr viel Auslauf und genug Gelegenheit zum Toben ohne Leine. Auch Möglichkeiten zum Apportieren sollte man ihm bieten, damit er seinem natürlichen Trieb nachgehen kann. Das Fell dieser Hunderasse gilt als pflegeleicht, weshalb gelegentliches Bürsten vollkommen ausreicht. Boden, Möbel und Halter freut, dass dieser Retriever kaum haart.

 

Brauner Labrador beim Spaziergang
Bildquelle: Thomas Grünsch / pixelio.de