Hunderassen im Frohlinder Portrait: Jack Russell

Hunderassen im Frohlinder Portrait: Jack Russell

Jack-Russell-Terrier

Der Jack-Russell-Terrier gehört zu den kleineren Hunderassen – der quirlige Hund ist ein spezieller Schlag des Fox-Terriers. Er wurde speziell für die Jagd gezüchtet und auch lange dafür eingesetzt. Diese Rasse gehörte zu den Arbeitshunden. Heute gelten Jack-Russell-Terrier als Familienhunde und treue Begleiter auch älterer Menschen.

Grund für die gelungene Paarung Jack-Russell-Terrier + Senior ist, dass diese Hunde die Größe der Wohnung gegenüber recht anspruchslos sind. Auslauf benötigen natürlich auch diese Hunde reichlich, dazu passen ausgedehnte Spaziergänge, für die sich Menschen im Ruhestand nicht selten gern genug Zeit nehmen.

Wesen

Der Jack-Russell-Terrier ist an sich recht lebhaft und wachsam. Er gilt nicht zuletzt dank seines intelligenten Ausdrucks als kühn, furchtlos und freundlich. Die kleinen Terrier verfügen über ein gesundes Selbstvertrauen. Gut aufgehoben ist ein Jack-Russel-Terrier in einer aktiven Familie, in der er sich regelmäßig auspowern kann.

 

Jack-Russel-Terrier im Portrait
Christian Jerx / pixelio.de

 

Jack-Russell-Terrier sind robuste Spaziergänger

Ein „Jack Russell“ liebt lange Spaziergänge, auch bei Wind und Wetter, sowie Ausflüge mit dem Fahrrad. Der Jack-Russel-Terrier ist übrigens auch für den Hundesport geeignet. Die Erziehung des Hundes sollte frühzeitig beginnen, weil er sich ansonsten zu einer kleinen Nervensäge mit übertriebenem Beschützerinstinkt entwickeln kann. Nicht wenige Jack-Russel-Terrier reagieren in diesem Fall durchaus aggressiv.

Beschreibung

Die Widerristhöhe beim Jack-Russell-Terrier beträgt im Standard 25 bis 30 cm. Die Tiere wiegen zwischen 5 und 6 Kilo. Man unterscheidet beim Jack-Russell-Terrier Tiere, die glatthaarig und weiß-braun gefärbt sind, rauhaarige Hunde und die „bunte“ Färbung Tricolor. Die Abzeichen sind schwarz, braun, lohfarben (engl. „tan“) oder jede denkbare Kombinationen dieser Farben. Die Ohren sind nach unten geklappt, die Rute hängt im Ruhezustand herab – beide Körperteile werden typischerweise, wenn der Hund in Bewegung ist, aufrecht getragen. Diese Hunderasse gilt insgesamt als sehr robust.

Herkunft

Der erste Jack-Russell-Terrier wurde von einem Pfarrer und passionierten Jäger, John (Jack) Russel, gezüchtet, der dieser Rasse seinen eigenen Namen gab. Jack Russell erwarb 1819 einen ersten Fox-Terrier, eine weiß-rauhaarige Hündin mit Abzeichen am Kopf, genannt „Trump“ – sie gilt als Stammmutter der Rasse. Ein Portrait dieses Tieres hängt übrigens in der Sattelkammer von Schloss Sandringham und befindet sich im Besitz von Queen Elisabeth II.

 

Kurt Bouda / pixelio.de

Jack-Russell-Terrier im Körbchen
Rembrantt / pixelio.de

 

Jack Russell in Australien auf Fuchsjagd

Die direkten Nachfahren dieser Hündin kamen 1880 nach Australien, wo sich 30 Jahre zuvor der Rotfuchs sehr stark ausgebreitet hatte und bejagt werden musste. Diese Hunde waren so klein, dass sie in die Kaninchenbauten, in denen sich die Rotfüchse eingenistet hatten, geschickt werden konnten. Die in Australien entsprechend später gezüchteten Jack-Russell-Terrier waren jagdliche Linien. Als eigenständige Rasse wurde der Jack-Russell-Terrier 1991 vom Australian National Kennel Council anerkannt. Als Ursprung der Rasse wird allerdings Großbritannien angegeben. Der Jack-Russell-Terrier wurde vom FCI entsprechend in die Gruppe 3, Sektion 2, Standard Nr. 345 eingeordnet.

Besonderheiten

Der Jack-Russel-Terrier neigt dazu, an besonderen Erbkrankheiten zwie Ataxie und Myelopathie zu leiden. Diese wenn auch seltenen Erbkrankheiten entwickeln sich bereits in den ersten Lebensmonaten. Mit diesen Krankheiten gehen Bewegungsstörungen und Taubheit einher. Nicht selten leiden die Tiere auch unter einer genetisch bedingten Schwäche des Aufhängeapparats der Augenlinse und damit unter sekundärem Grünen Star. Für den Nachweis dieser Krankheit gibt es einen Gentest. Wenn der Hund für die Jagd verwendet wird, ist laut Tierschutzgesetz in Deutschland das Kupieren der Rute gestattet. Dies stößt allerdings bei sehr vielen Tierschützern auf Widerstand.

 

Jack-Russell-Terrier im Portrait
Christian Jerx / pixelio.de