Golden Retriever am Rapsfeld

Hunderassen im Frohlinder Portrait: Golden Retriever

Golden Retriever – treuer Freund mit Charme

Der Golden Retriever ist mit seinem Lächeln und seinem hübschen Gesicht ein bisschen so etwas wie der Delphin unter den Hunden – charmant, schlau, aufgeschlossen. Golden Retriever gehören in Deutschland, wie in vielen Ländern, zu den beliebtesten aller Hunderassen. Die (mal mehr, mal weniger) blonden, mittelgroßen Hunde gelten als freundlich – und als Spezialisten für die Jagd. Sie können zuverlässig als Blindenhunde eingesetzt werden und haben als Schnüffelhunde Jobs bei Zoll und Kripo, arbeiten als Lawinen- und Sprengstoffsuchhunde. Zudem gelten Golden Retriever als nervenstarke Retter, beispielsweise wenn es um die Rettung von Erdbebenopfern geht. Letztlich ist der „Goldie“ ein sehr beliebter Familienhund, da er als sehr einfühlsam und verspielt gilt. Fällt die Wahl auf einen Golden Retriever, muss man jedoch auch wissen, dass die Rasse einst als Jagdhund gezüchtet wurde. Besonders im Wasser ist diese Hunderasse in ihrem Element – und auch in Feld und Flur ein treuer Begleiter und durch nichts abzulenkender Apporteur.

Wesen – der freundliche Familienhund

Der Golden Retriever gilt als besonders leichtführig, aber dennoch als temperamentvoll und überaus anpassungsfähig. Diese Wesenszüge sind es schließlich, die ihn zum idealen Familienhund machen, selbst wenn er vor den Kindern im Haushalt gewohnt hat. (Diese Konstellation erweist sich bei anderen Hunderassen mitunter durchaus als problematisch.)

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Der Golden Retriever ist lebhaft und verschmust, charakteristisch ist sein lächelnder Gesichtsausdruck. Er hat von Hause aus einen Willen zum Gehorsam, gilt als intelligent und freundlich. Der Retriever lässt sich sehr gut mit anderen Hunden zusammenhalten, er verträgt sich mit Artgenossen zumeist bestens. Besonders in dieser Art von Zusammenleben mit dem Hund zeigt sich, dass bei dieser Hunderasse jegliche Form von Aggressivität, Kampftrieb, Ängstlichkeit und Nervosität glücklicherweise fehlen.

Beschreibung – wie sieht der Golden Retriever aus?

Der Golden Retriever gehört von seiner Größe her zu den mittelgroßen Hunderassen. Sein Körperbau ist harmonisch, wobei die Körperlänge im Verhältnis von Brustkorb bis Schwanzwurzel zur Widerristhöhe ca. 10:8 beträgt. Hündinnen haben eine Widerristhöhe von 51-56 cm, Rüden 56-61 cm. Der Golden Retriever verfügt über einen gut entwickelten Knochenapparat, der ihn zu kraftvollen Bewegungen befähigt. Das Fell ist glatt oder wellig ausgeprägt, aber nicht wirklich gelockt. Typisch sind die Farben Gold und Creme mit einer guten Befederung an der Rückseite der Vorderläufe, im Brust- und Bauchbereich sowie an der Unterseite des Schwanzes. Er verfügt über eine dichte, wetterfeste Unterwolle. Charakteristisch für die Rasse sind außerdem ein stark entwickeltes Scherengebiss und runde Pfoten.

Golden Retriever als Welpe

Herkunft – woher stammt der Golden Retriever?

Der Internationale Rassestandard für den Golden Retriever wurde im Original im Jahr 1987 publiziert. Anerkannt ist der Golden Retriever als Rasse bereits seit 1913. Seinen Ursprung hat der freundliche blonde Retriever in Großbritannien: Es war 1864, als der 1. Baron Tweedmouth, Dudley Marjoribanks, einen gelben Retriever mit welligem Fell mit einem heute ausgestorbenen Tweed Water Spaniel paarte. Zwischen 1868 und 1890 wurden ein weiterer Tweed Water-Spaniel und zwei schwarze Retriever, sowie ein Irischen Setter und einen sandfarbener Bluthund eingekreuzt. Nach 1920 begann der Golden Retriever vor allem in den USA populär zu werden – ab den 1980er Jahren begann sein „Siegeszug“ in Europa.

Golden Retriever mit Zopf im Maul

Besonderheiten – das sollte man wissen.

Golden Retriever wollen gefördert und gefordert werden. Sie benötigen natürlich regelmäßigen Auslauf. Auch wichtig ist die regelmäßige Fellpflege: Einmal täglich sollte schon mit Zupfbürste und Kamm gebürstet werden.